Anamnesebogen für die Fußpflege

Eine kostenlose PDF-Vorlage für das erste Gespräch in deiner Fußpflegepraxis: mit Kontaktdaten, ausdrücklichen Risikofragen und Platz für aktuelle Beschwerden und Beobachtungen.

Anamnesebogen als PDF herunterladen

2 Seiten · DIN A4 · Zum handschriftlichen Ausfüllen · Kostenlos · Ohne E-Mail-Adresse

Zum Ausdrucken und für deine eigene Praxis anpassbar. Stand: 23.09.2026.

Wofür du diesen Anamnesebogen verwenden kannst

Die Vorlage gibt dem Gespräch beim Erstbesuch eine Struktur. Sie hilft dir, wichtige Angaben getrennt von deinen eigenen Beobachtungen aufzuschreiben. Sie stellt keine Diagnose und entscheidet nicht, ob eine Behandlung in deinen Tätigkeitsbereich fällt.

Gehe die Fragen gemeinsam durch. Ein leeres Feld bedeutet nicht „Nein“. Ist eine Angabe unklar, kreuzt du „Unbekannt“ an und notierst, was noch geklärt werden muss. Das PDF enthält deshalb für jede Risikofrage Ja, Nein und Unbekannt.

Du darfst die Vorlage für deine eigene Praxis ausdrucken und anpassen. Ergänze vor dem Einsatz deinen Praxisnamen, deine Datenschutzinformationen und die für deine Verarbeitung erforderlichen Erklärungen. Die Bestätigung der Angaben auf Seite 2 ist keine pauschale Einwilligung in Gesundheitsdaten oder Fotos.

Was in einen Anamnesebogen für die Fußpflege gehört

Stammdaten und Kontakt

Name und eine geeignete Kontaktmöglichkeit helfen dir, den Bogen der richtigen Person zuzuordnen. Erhebe Adresse, Geburtsdatum und weitere Kontaktdaten nur, soweit du sie für deine Praxis benötigst. Datum und erfassende Person machen den Stand nachvollziehbar.

Hausarzt oder behandelnde Stelle

Ein optionales Feld bietet Platz für eine benannte Ansprechstelle, falls das im konkreten Zusammenhang sinnvoll ist. Die Angabe allein erlaubt dir keine Kontaktaufnahme und keinen Austausch von Gesundheitsdaten. Notiere nicht vorsorglich ganze Behandlungsnetzwerke.

Gesundheitsangaben und Risiken

Die Vorlage fragt Diabetes, Blutverdünner, Neuropathie beziehungsweise verminderte Empfindung, Durchblutungsstörungen sowie Allergien und Unverträglichkeiten einzeln ab. Daneben ist Platz für Erläuterungen. Eine ausdrückliche Antwort ist beim späteren Nachlesen klarer als ein Haken ohne Beschriftung.

Medikamente und weitere relevante Erkrankungen

Halte die von der Kundin genannten Angaben nachvollziehbar fest. Trenne „laut Kundin“ von eigenen Beobachtungen. Ist ein Name oder eine Angabe unklar, kennzeichne die offene Frage, statt sie zu erraten.

Allergien und Unverträglichkeiten

Ein bloßes „Ja“ reicht für das Wiederfinden der Information oft nicht aus. Ergänze, welche Stoffe oder Produkte genannt wurden. So weißt du später, worauf sich die Antwort bezog, ohne aus einem Freitext neue medizinische Schlüsse zu ziehen.

Aktuelle Beschwerden und Fußstatus beim Erstbesuch

Was berichtet die Kundin, und was beobachtest du selbst? Dafür gibt es getrennte Felder. Beschreibe Ort und Seite eindeutig. Eine Beobachtung ist nicht automatisch eine Diagnose; formuliere so, dass auch beim nächsten Termin noch klar ist, was gemeint war.

Bisherige Behandlungen, Pflege und Schuhwerk

Hier ist Platz für den Anlass des Besuchs und den bisherigen Umgang mit Beschwerden. Erfasse nur Informationen, die für den konkreten Ablauf relevant sind. Du brauchst keinen möglichst langen Bogen, sondern Angaben, mit denen du weiterarbeiten kannst.

Datenschutz, Datum und Bestätigung

Die Vorlage dokumentiert, wann Angaben erhoben wurden, welche Fragen offen sind und welche gesonderten Unterlagen dazu vorliegen. Datenschutzinformation, gegebenenfalls erforderliche Einwilligungen und Fotoeinwilligung gehören nicht in einen einzigen allgemeinen Unterschriftssatz.

Die fünf Risikofragen verständlich erfassen

Diese Fragen helfen beim Ordnen der Angaben. Sie sind keine Behandlungsempfehlung und keine Freigabe für die kosmetische Fußpflege.

  • Diabetes: Halte die Antwort und relevante Erläuterungen fest. Leite aus einem einzelnen Kreuz keine Aussage über den aktuellen Fußzustand ab.
  • Blutverdünner: Erfasse die Angabe ausdrücklich und ergänze genannte Medikamente, soweit bekannt. Ändere oder bewerte keine Medikation.
  • Neuropathie oder verminderte Empfindung: Notiere die berichtete Angabe. Das Formular ersetzt keine Untersuchung.
  • Durchblutungsstörungen: Trenne berichtete Vorerkrankung und eigene Beobachtung. Unbekanntes bleibt als solches erkennbar.
  • Allergien und Unverträglichkeiten: Ergänze die konkret genannten Stoffe und Produkte, damit das „Ja“ später verständlich bleibt.

Wenn Zuständigkeit oder sichere Durchführung unklar sind, kläre das fachlich mit einer geeigneten ärztlichen oder podologischen Stelle, bevor du eine Entscheidung triffst. Der Bogen erweitert deinen fachlichen Tätigkeitsbereich nicht.

Wann du die Angaben aktualisierst

Beim Erstbesuch legst du den Ausgangsstand an. Frage vor weiteren Behandlungen nach Veränderungen und halte neue Angaben mit Datum fest. Ein starrer Jahresrhythmus allein erfasst keine Änderung, die dazwischen eingetreten ist.

Streiche frühere Angaben nicht unleserlich durch. Ergänze nachvollziehbar, was sich geändert hat und wer es erfasst hat. Für längere Verläufe nutzt du ein datiertes Ergänzungsblatt oder eine digitale Versionierung.

So verbindet die digitale Kartei Anamneseänderungen und Behandlung →

Papierbögen geschützt aufbewahren

Lege ausgefüllte Bögen so ab, dass andere Kundinnen und unbefugte Personen sie nicht sehen können. Ein ausgefüllter Anamnesebogen gehört nicht offen an den Empfang. Regele Zugriff, Aufbewahrung und spätere Vernichtung auch dann, wenn du nur allein arbeitest.

Gesundheitsangaben sind besonders geschützt. Kläre die Rechtsgrundlage und informiere die betroffene Person vor der Erhebung. Eine allgemein gültige Aufbewahrungsfrist für jede Fußpflegepraxis lässt sich aus dieser Vorlage nicht ableiten.

Orientierung, keine Rechtsberatung. Passe Unterlagen und Abläufe an deine Praxis an. Grundlage: DSGVO, insbesondere Art. 5, 7, 9, 13, 17, 28 und 32. Redaktioneller Stand: 23.09.2026.

Derselbe Zusammenhang, digital weitergeführt

In der digitalen Kartei erfasst du die Risiken ebenfalls ausdrücklich und kannst wichtige Angaben als Warnhinweis über der Akte anzeigen lassen. Änderungen erhalten eine neue Version. Neue Angaben aus Behandlungen landen nur nach deiner Bestätigung in der Anamnese.

Du kannst weiterhin Unterlagen auf Papier unterschreiben lassen. Digital werden vor allem Wiederfinden, Zuordnung und das Nachvollziehen von Änderungen unterstützt. Wie du anfängst, zeigt der Umstieg von Papier.

Häufige Fragen

Ist dieser Anamnesebogen eine gesetzlich vorgeschriebene Vorlage?

Nein. Er ist eine Arbeitshilfe. Welche Angaben und Nachweise deine Praxis benötigt, hängt von Tätigkeit und konkretem Fall ab.

Braucht jede Person einen eigenen Bogen?

Führe für jede Person eine eigene Zuordnung. Ein gemeinsamer Familienbogen kann Angaben vermischen und anderen Familienmitgliedern Informationen offenlegen.

Was ist, wenn jemand nicht unterschreiben möchte?

Kläre zunächst, welche Erklärung gemeint ist. Eine Bestätigung der Angaben und eine Einwilligung sind unterschiedliche Dinge. Dokumentiere offene Fragen und prüfe, ob und auf welcher Grundlage die Verarbeitung zulässig ist.

Darf ich den Papierbogen nach dem Übertragen wegwerfen?

Nicht automatisch. Prüfe vorher die für deine Unterlagen geltenden Aufbewahrungs- und Nachweisanforderungen. Ein Scan oder die Übertragung einzelner Angaben ersetzt nicht pauschal jedes Original.

Passend dazu

Was auf dem Bogen steht, kannst du digital mit Befunden und Behandlungen verbinden. Probiere die Anamnese in einer eigenen Beispielakte aus.

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