Einwilligung in die Fotodokumentation

Ein anpassbares Muster für Fotos zur internen Behandlungsdokumentation. Die Vorlage umfasst keine Veröffentlichung auf deiner Website, in sozialen Medien oder in Werbung.

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2 Seiten · DIN A4 · Muster und Ausfüllhilfe · Kostenlos · Ohne E-Mail-Adresse

Zum Ausdrucken und für deine eigene Praxis anpassbar. Stand: 23.09.2026.

Erst den Zweck klären, dann fotografieren

Ein Foto kann helfen, den Zustand einer Stelle bei späteren Besuchen nachzuvollziehen. Sobald es einer Kundin zugeordnet werden kann, ist es personenbezogen; zeigt es Gesundheitsinformationen, gelten zusätzliche Anforderungen.

Das Muster ist auf freiwillige Fotos zur internen Dokumentation zugeschnitten. Vor dem Einsatz musst du Praxis, Ansprechpartner, konkreten Zweck, Speicherort, Empfänger und Aufbewahrung ausfüllen. Unausgefüllte Felder oder eine unterschriebene Blankovorlage bieten keine verlässliche Grundlage.

Diese Angaben gehören in dein angepasstes Muster

  • Verantwortliche Praxis: vollständiger Name, Anschrift und ein erreichbarer Kontakt.
  • Aufnahmen und Zweck: welche Körperregion und welche Behandlung dokumentiert werden sollen.
  • Nutzung und Zugriff: wer die Aufnahmen sieht, wo sie gespeichert werden und welche Dienstleister beteiligt sind.
  • Aufbewahrung: eine passende Dauer oder nachvollziehbare Kriterien, abgestimmt auf deinen tatsächlichen Ablauf.
  • Freiwilligkeit und Widerruf: die Kundin kann frei entscheiden und erfährt, wie sie ihre Einwilligung für die Zukunft widerruft.
  • Nachweis: Name, Datum und die konkrete Erklärung zusammen aufbewahren.

Händige außerdem deine Datenschutzinformationen aus. Das Muster fragt deren Stand ab, ersetzt aber nicht die vollständigen Informationen nach Art. 13 DSGVO. Hinweise dazu gibt die Datenschutzkonferenz zu Informationspflichten.

Interne Dokumentation ist keine Werbefreigabe

Die Vorlage erlaubt keine Nutzung als Vorher-nachher-Werbung, keinen Social-Media-Post und keine Weitergabe für Schulungen. Möchtest du solche Zwecke verfolgen, brauchst du eine gesonderte Prüfung und eine darauf abgestimmte Erklärung. Ein zusätzliches Werbekästchen ist hier bewusst nicht enthalten.

Auch ein Bild ohne Gesicht kann zuordenbar sein. Entscheidend ist nicht allein, ob ein Name im Dateinamen steht.

Freiwillige Entscheidung und späterer Widerruf

Erkläre, wozu die Bilder dienen, und gib der Kundin Gelegenheit für Fragen. Eine Einwilligung darf nicht durch ein bereits angekreuztes Feld vorweggenommen werden. Für Gesundheitsdaten muss sie ausdrücklich sein.

Ein Widerruf gilt für die Zukunft; die zuvor rechtmäßig erfolgte Verarbeitung wird dadurch nicht rückwirkend unzulässig. Wie du die Bilder anschließend behandelst, prüfst du anhand des Zwecks und möglicher gesetzlicher Pflichten. Die Datenschutzkonferenz erklärt die Anforderungen an Einwilligungen.

Fotos im Praxisalltag zuordnen

Fotografiere nur den benötigten Bereich. Prüfe vor dem Speichern, ob das Foto zur richtigen Person und Behandlung gehört. Eine private Fotogalerie mit automatischer Cloud-Synchronisierung kann einen zusätzlichen Speicherort schaffen, den du in deinem Ablauf berücksichtigen musst.

In der Kartei lassen sich Fotos einer Behandlung oder einem Befund zuordnen. Die Software ersetzt dabei nicht die Einwilligung. Weitere Informationen findest du unter Datenschutz und Sicherheit.

Orientierung, keine Rechtsberatung. Passe Unterlagen und Abläufe an deine Praxis an. Grundlage: DSGVO, insbesondere Art. 5, 7, 9, 13, 17, 28 und 32. Redaktioneller Stand: 23.09.2026.

Häufige Fragen

Ist das Muster für Instagram geeignet?

Nein. Es ist ausschließlich für die interne Behandlungsdokumentation gedacht. Eine Veröffentlichung braucht eine gesonderte Prüfung und Erklärung zum konkreten Zweck.

Reicht es, nur den Fuß ohne Gesicht zu fotografieren?

Nicht automatisch. Auch solche Bilder können über die Akte oder andere Merkmale einer Person zugeordnet werden und Gesundheitsinformationen enthalten.

Ist das PDF ohne Anpassung sofort einsatzbereit?

Nein. Fülle die praxisbezogenen Angaben aus, ergänze deine Datenschutzinformationen und prüfe, ob das Muster zu deinem Verfahren passt.

Passend dazu

Nach geklärter Einwilligung gehören Fotos zur passenden Akte. Teste die digitale Zuordnung mit unpersönlichen Beispielbildern.

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